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Rendsburger Freibad muß erhalten bleiben |
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Freitag, den 20. Januar 2012 um 11:21 Uhr |
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Das Rendsburger Freibad steht zur Disposition. Am gestrigen Donnerstag stellte der Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH Spehr dem Hauptausschuß des Rendsburger Stadtrates seine betriebswirtschaftlichen Beweggründe vor, das defizitäre Freibad im Rendsburger Schwimmzentrum zu schließen. Mit 640.000 € pro Jahr beziffert Spehr das Defizit. Die Besucherzahlen seien zu gering. Zwar könnten Aufsichtsrat und Geschäftsführung das Freibad einfach schließen, sie wollten aber die Kommunalpolitiker an der Entscheidung beteiligen. Stellen stünden nicht zur Disposition. Das Hallenbad solle das gesamte Jahr über geöffnet bleiben. Der Beauftragte des Landesverbandes Schleswig-Holstein der Deutschen Zentrumspartei für den Kreis Rendsburg Eckernförde Torben Frank fordert, daß nicht nur betriebswirtschaftliche Erwägungen die Entscheidung beeinflussen dürften. Nach Ansicht des Zentrumspolitikers habe das Gemeinwohl vorrang. "Wir leben in einer Zeit der Bewegungsarmut und des schlechten Essens", meint Torben Frank, "gerade daher sind öffentliche Sportangebote wichtig. Im Prinzip kann jeder schwimmen. Das ist ein gelenkeschonender Sport." Torben Frank verweist auch auf die Erfolge der Rendsburger Schwimmer oder Triathleten, von denen regelmäßig in den Tageszeitungen zu lesen sei. Die 50m-Bahnen des Rendsburger Freibades sind in der Region einzigartig und ermöglichen Wassersportlern das turniergerechte Training. Nach Ansicht von Torben Frank würden sich auch Investoren oder umzugswillige Unternehmen ansehen, welches Angebot eine Stadt ihren Mitarbeiter biete. Das Schwimmzentrum in seiner jetzigen Gestalt sei neben dem Kulturleben der Stadt und der guten Verkehrsanbindung ein wichtiger Standortvorteil. Das Hallenbad sei nach Auffassung von Torben Frank für die Sommerzeit ungeeignet. Während der Spitzenzeiten im Winter sei ein richtiges Schwimmen kaum möglich, meint der passionierte Schwimmer Frank, die Halle sei für die Pläne der Stadtwerke zu klein. Außerdem gehöre es im Sommer dazu, im Freien zu schwimmen. Die sinkenden Besucherzahlen verantworte der hohe Eintrittspreis. Die Deutsche Zentrumspartei schlägt vor, den Eintrittspreis bei "schlechtem" Wetter abzusenken. Das entspräche laut Torben Frank dem Prinzip von Angebot und Nachfrage, zu Spitzenzeiten würde der volle Preis genommen, bei 15°C und bedecktem Himmel der halbe Preis. Der Zentrumspolitiker erhofft sich, daß dann auch weniger Mebnschen das vermeintlich schlechte Wetter scheuen und ihr Immunsystem stärken. Der volkswirtschaftliche Vorteil seien weniger Krankheitsfälle. Die Deutsche Zentrumspartei schlägt den Stadtwerken vor, ihr Geschäftsmodell für das Schwimmzentrum zu ändern. Nach Ansicht des ZENTRUMs solle die Preisgestaltung überdacht werden, außerdem könnte neben dem Kiosk ein weitere Gastronomie mit Dachterrasse geschaffen werden. In sommerlichen Spitzenzeiten könnte ein Sicherheitsdienst das Sicherheitsgefühl der Besucher erhöhen. Desweiteren rät das ZENTRUM der Geschäftsführung, treuen Stromkunden Eintrittschips für das Schwimmzentrum zu geben: "Nur wer etwas kenne, der geht auch hin. Schnupperangebote sind wichtig." Damit spielt Frank auf die zunehmende Zahl von Nichtschwimmern in unserer Gesellschaft an. "Das Gemeinwohl, also der volkswirtschaftliche Effekt hat Vorrang vor betriebswirtschaftlichen Nutzen", ist die Auffassung der Deutschen Zentrumspartei im Falle kultureller oder sportlicher kommunaler Einrichtungen.
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. Januar 2012 um 13:52 Uhr |