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Der Kulturkampf um den Sonntag |
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Mittwoch, den 06. April 2011 um 22:05 Uhr |
"Samstag gehört Papi mir" war ein Kampfslogan der
DGB-Gewerkschaften. Damit wurde der freie Samstag erfochten. Dieses ist
Geschichte. Der Smstag ist in vielen Bereichen längst wieder ein
normaler Werktag. Heute wird verstärkt der Sonntag angegriffen. "Am
siebenten Tage sollst Du ruhen", heißt es. Aber nicht nur Christen ist
der Sonntag heilig, vielen Familien ist ein gemeinsamer freier Tag
wichtig. Von Montag bis Samstag sind die Kinder in der Schule. Der Gatte
hat am Wochenende frei, aber die Mutter soll am Sonntag im Geschäft
stehen? - Oder auch umgekehrt? Das sind die Überlegungen. die wir haben, wenn wir hören, daß es schon wieder einen verkaufsoffenen Sonntag gibt. Dieses bewegte den Landesver- band Schleswig-Holstein des ZENTRUMs dazu, die Mitglieder der Fraktionen der Büdelsdorfer Stadtvertretung anzuschreiben, weil auf der Tagesordnung auch der Antrag steht. Es dürfte sich um die reine Bekanntmachung handeln, welche Sonntage denn 2011 vorgesehen sind. Aber dennoch können die Stadt- vertreter durchaus das Wort ergreifen. Begleitet wird die Aktion der Partei- freunde in Schleswig-Holstein mit einer Pressemitteilung.
Die Deutsche Zentrumspartei lehnt verkaufsoffene Sonntage auch in
Büdelsdorf ab. Der „Antrag der Wirtschaftsvereinigung Büdelsdorf e. V.
auf Genehmigung verkaufsoffener Sonntage 2011“ steht am Donnerstag, 7.
April 2011 als Punkt 13 auf der Tagesordnung der Büdelsdorfer
Stadtvertretung. Der Landesverband Schleswig-Holstein der Deutschen
Zentrumspartei fordert die Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter in
Büdelsdorf auf, sich klar gegen die Unsitte der verkaufsoffenen Sonntage
zu stellen. „Der Sonntag ist ein Familientag, ein Tag der Ruhe“, meint
der Landesvorsitzende Torben Frank, der in Büdelsdorf aufgewachsen ist.
Der jetzige Rendsburger zitiert die Initiative gegen Sonntagsarbeit des
Europaabgeordeten Martin Kastler: „Sonntags gehören Mami und Papi mir“.
Der arbeitsfreie Sonntag sei ein tragendes Element des europäischen
Sozialmodells und Teil des europäischen Kulturerbes. Das ZENTRUM fordere
eine familienfreundlichere Politik. Nicht alle Bereiche des Lebens
dürften sich den Dogmen der Wirtschaft unterwerfen, viel mehr solle sich
die Wirtschaft wieder in das Leben einordnen, meint Torben Frank.
Lieber Leser, setzen auch Sie bei sich vor Ort ein Signal und protestieren und argumentieren Sie gegen den verkaufsoffenen Sonntag in Ihrem Umfeld. Aber Sie können auch schon viel tun, wenn Sie sonntags geöffnete Geschäfte einfach meiden. Der Kampf um den freien Sonntag ist ein Teil des Kampfes um unsere abendländische Kultur.
Dieses ist ein Beitrag für den Zentrumskurier, das traditionelle Mitteilungsblatt der Deutschen Zentrumspartei.
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