| „Fehmarn 21“ ist nicht zu befürchten |
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| Samstag, den 12. Februar 2011 um 19:29 Uhr | |||
Ein Beitrag von Dr. Klaus Wieser, Hamburg
Jenseits der formalen Planungsverfahren, die es auch in Stuttgart gegeben habe, müsse eine wesentlich breitere Kommunikation betrieben werden. Nur so blieben zukünftig Großprojekte in Deutschland noch möglich. Besonders bei der Hinterlandanbindung müsse der Bürger mit entscheiden dürfen. Hier ist das die Trasse von Lübeck nach Puttgarden. Deutschland ist zögerlich, weil aus unserer Sicht nicht die Notwendigkeit einer festen Verbindung gesehen wurde und wird, während die Dänen dieses auf Biegen und Brechen haben wollen. Sie wollen entweder eine Brücke oder einen Tunnel anstelle der jetzigen Fährverbindung. Sie haben deshalb angeboten, diese Querung auf eigene Kosten zu bauen und zu betreiben. Die Investitions- und Betriebskosten sollen durch eine Maut finanziert werden. Die Kosten für die 19 Kilometer lange Verbindung über die Meerenge sollen sich inzwischen auf 5,5 Milliarden Euro belaufen. Dazu kommen noch die Anbindungen auf dänischer und auf deutscher Seite. Die Gegner des Milliarden – Projektes halten die Querung ökologisch für riskant und befürchten wegen des stärkeren Verkehrs und dem davon ausgehenden Lärm große Nachteile für den Tourismus. Die Landwirte haben darüber hinaus Angst, dass für den Bau der Trassen Flächen verloren gehen könnten. Nach der Ansicht der deutschen Anti – Querungs – Initiativen ist der gebohrte Tunnel das kleinere Übel, weil nur 11 Millionen Tonnen Aushub anfielen – bei einem Absenktunnel seien es 15 Millionen. Außerdem könne bei einem Bohrtunnel kein Schlamm an die Strände der Urlaubsregionen verdriften. Die Ökovariante Bohrtunnel habe aber dafür andere Nachteile. Er wäre breiter, aufwendiger und teurer. Herr Ramsauer könnte sich von den Bemühungen seines dänischen Kollegen eine dicke Scheibe abschneiden und sollte sich schnellstens selbst auf den Weg nach Lübeck, Timmendorfer Strand, Scharbeutz und Fehmarn machen. Aber immerhin hat er schon die richtige Parole ausgegeben, dass man es zukünftig besser machen wolle, als bei "Stuttgart 21". |
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