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Ausbau der B202: Auffahrt für Rendsburg-Süd? PDF Drucken
Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 16:21 Uhr

Eine Stellungnahme des Verkehrspolitischen Sprechers der Deutschen Zentrumspartei Torben Frank, der in Rendsburg nördlich des Nord-Ostsee-Kanals Kanals wohnt und im Alltag auf Fahrrad und Bahn setzt.

Rendsburg-Süd, so wird jener schmale Abschnitt Rendsburgs südlich des Nord-Ostsee-Kanals genannt, der von Wester- und Osterrönfeld eingeengt wird. Verkehrstechnisch ist Rendsburg-Süd nur über den Fußgängertunnel unter dem Kanal direkt mit dem übrigen Rendsburg verbunden. Bisher gibt es an der Itzehoer Chaussee eine Auffahrt auf die B 202, über welche zum Beispiel auch der Autotunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal erreicht werden kann, ebenso die A 7. Während Fahrradfahrer im Fußgängertunnel toleriert werden und mit der Schwebefähre den Kanal queren können, müssen auf das Automobil angewiesene Personen schon jetzt Umwege in Kauf nehmen.
Die B 202 wird derzeit nicht nur im Hinblick auf den Schwerlastverkehr ausgebaut. Im Zuge des Ausbaus soll für Rendsburg-Süd nur noch eine Auffahrt ohne Beschleunigungsstreifen, aber mit Stop-Schild bleiben. Ankommende Kraftfahrzeugführer müßten also sich aus dem Stand in den theoretisch 70 km/h schnellen Verkehr auf der B 202 einfädeln.
Wenn die befürchtete A210-Verlängerung kommt, wird der Anschluß Rendsburg-Süd gesperrt werden. Darauf, daß die Verlängerung der A210 angedacht ist, deuten nach Aussagen kritischer Bürger aus Rendsburg-Süd die Brückenbreiten und andere Indizien hin. Denn eine derart kurze Auffahrt ist für eine Autobahn nicht denkbar.

Als verkehrspolitisch Interessierter kann ich nur sagen, daß es von volkswirtschaftlichem Interesse ist, wenn die Automobilisten möglichst keine Umwege durch bewohntes Gebiet fahren müssen. Das bedeutet, daß sie möglichst schnell aus dem Ort gelotst werden müssen. Dazu gehört eine sichere, attraktive Ausfahrt aus dem Ort. Neben Lärm- und Abgasemissionen sind auch die Abnutzung der Fahrbahndecken, Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern etc. innerorts ein Problem. Wenn Rendsburg-Süd nicht ein lebensunwerter Anhang Rendsburgs sein soll, dann muß es für den Erhalt der Lebensqualität eine vernünftige Auffahrt auf die B 202 geben!
Volkswirtschaftlich wird sich die Mehrinvestition in einen Beschleunigungsstreifen allemal auszahlen. Als Lebensschutzpartei kann sich das ZENTRUM nur gegen die widersinnige Lösung einer Auffahrt ohne Beschleunigungsstreifen mit Stop-Schild wenden. Wenn der erste tödliche Unfall geschieht - Gott verhüte es! - Klebt nicht nur Blut an den Händen der Verantwortlichen, sondern auch viele Angehörige werden ein Leben lang leiden.